Von den rund 15 Spielfilmen des Pornfilmfestival-Programms nimmt eine Auswahl am internationalen Wettbewerb um den besten Spielfilm teil. Eine dreiköpfige Jury vergibt den Preis, der mit 500 € dotiert ist, gesponsort von Erotik.com.
Gustavo Vinagre
Gustavo Vinagre, geboren 1985, ist Autor, Regisseur und Produzent. Er studierte Literatur an der Universität von São Paulo und Film an der EICTV in Kuba.
Vinagre führte bei 14 Kurzfilmen und 6 Spielfilmen Regie, darunter „Die blaue Blume von Novalis“ und „Das göttlich Böse“, die beide auf dem Berlinale Forum uraufgeführt wurden. Sein letzter Film „Three tidy tigers tied a tie tigher“ gewann den Teddy Award für den besten Film auf der Berlinale 2022. Beim Berlin Porn Film Festival gewann Vinagre bereits zweimal den Preis für den besten Film – mit „Nova Dubai“ im Jahr 2015 und 2022 mit „Unlearning to sleep“.
Gustavo Vinagre begann im April 2023 ein 6-monatiges DAAD-Stipendiat in Berlin.
Sarnt Utamachote
Sarnt Utamachote (they/them) ist nicht-binär, südostasiatisch, macht Filme und kuratiert mit Sitz in Berlin. Utamachote glaubt, dass das Kino ein Werkzeug für soziales Engagement und kollektive Heilung sein kann.
Utamachote hat „un.thai.tled“ mitgegründet, ein Künstlerkollektiv aus der deutsch-thailändischen Diaspora, und kuratierte einige forschungsbasierte Ausstellungen zur postkolonialen Geschichte, südostasiatischer Diaspora und Aktivismus im geteilten Deutschland (DDR/BRD). Utamachote arbeitet im Auswahlkomitee beim „XPOSED Queer Film Festival“ und Kurzfilmfestival Hamburg und kuratiert bei Sinema Transtopia Berlin.
Utamachote hat mit verschiedenen Institutionen in Deutschland und Europa zusammengearbeitet, wie dem Haus der Kulturen der Welt Berlin, dem Rautenstrauch-Joest Museum Köln, dem Museum der bildenden Künste Leipzig und anderen.
Isabelle Stever
1994 schloss Isabelle Stever ihr Studium an der Technischen Universität Berlin mit einem Diplom in Mathematik ab. Im selben Jahr begann sie ein Regiestudium an der DFFB (Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin). Ihr Abschlussfilm „Portrait of a Married Couple“ wurde u.a. mit dem First Steps Nachwuchspreis 2002 als bester Spielfilm ausgezeichnet. Ihr Debütfilm „Gisela“ hatte seine Weltpremiere auf dem Internationalen Filmfestival Locarno und gewann unter anderem den österreichischen „Crossing Europe Award“. 2009 steuerte Stever einen Kurzfilm zu einem Sammelband bei, der eine vom Nachrichtenmagazin „Der Spiegel“ als ‚deutsche Regie-Elite‘ bezeichnete Gruppe vereinte. Der Film „Germany 09“ feierte seine Premiere im Wettbewerb der Berliner Filmfestspiele.
Im Jahr 2010 folgte der von der Kritik hochgelobte Spielfilm „Blessed Events“, der auf dem Toronto International Film Festival seine Weltpremiere hatte. Stevers Spielfilm „The Weather inside“ wurde u.a. auf dem Internationalen Filmfestival Busan gezeigt und wurde mit zwei Preisen auf dem 2morrow Interbationalen Filmfestival Moskau mit zwei Preisen ausgezeichnet: ‚Bestes Drehbuch‘ und ‚Beste Leistung‘.
Ihr neuester Spielfilm „Grand Jete“ premierte 2022 auf dem Filmfestival in Berlin, von Kritikern gelobt und in mehrere Länder vertrieben, darunter die USA, Kanada, Japan und Südkorea.
Stevers Filme befinden sich in der Sammlung der Filmgalerie 451. Isabelle Stever lebt in Berlin. 2021 wurde sie mit einem Aufenthaltsstipendium in der Villa Aurora, Los Angeles, geehrt.