Eine feste Tradition beim Pornfilmfestival Berlin ist der internationale Kurzfilmwettbewerb, in dem auch dieses Jahr der beste Beitrag von einer internationalen Jury prämiert wird. Der Preis ist mit 500 € dotiert, freundlicherweise gestiftet von Beate Uhse TV.
Érica Sarmet, Rio de Janeiro
Érica Sarmet ist eine Filmemacherin, Drehbuchautorin, Kuratorin und Akademikerin aus Rio de Janeiro. Sie hat einen Master in Cinema & Audiovisual und einen BA in Medienwissenschaften, beide von der Federal Fluminense University. Ihre Forschung umfasst Themen wie Pornographie, queeres und lesbisches Kino, Drehbuch und die Geschichte brasilianischer Filmemacherinnen. Sie ist auch die Gründerin und Kuratorin von „Quase Catalogue“, Brasiliens erstem Filmclub, der weiblichen Regisseuren gewidmet ist. Sie gab ihr Regiedebüt 2017 mit LATIFÚNDIO und arbeitet derzeit an ihrem nächsten Projekt WILD PATIENCE.
Iwasa Hiroki, Tokyo
Iwasa Hiroki ist ein Musiker und Filmemacher. 1999 gründete er gemeinsam mit dem unabhängigen schwulen Filmemacher Imaizumi Koichi „habakari-cinema + records“. Seitdem hat er für alle seine Produktionen Musik gemacht, einschließlich des neuesten Films BERLIN DRIFTERS (2017) als „PEixe-elétrico“. 2001 drehte er seinen ersten Kurzfilm GREY SILENCE, seit 2016 schreibt er Musik- und Filmkritiken für die japanische Website ele-king.
Diego Tigrotto, Rome
Tigrotto erforscht Tantra, BDSM, Polyamory und Postporn seit dem Xplore Festival 2013 in Rom. Im selben Sommer nahm er im Rahmen von Burning Man Prinzipien der „Radical Self Expression“ an und begann, in seinem Alltag Tieroveralls zu tragen. Im Jahr 2017 wurde sein Kurzfilm A SPANKING ODE für das Hacker Porn Film Festival in Rom ausgewählt und gewann den No Gender No Border Award. Er wurde später auf verschiedenen internationalen Festivals gezeigt. 2018 kuratierte er die Kurzfilmwettbewerbsauswahl für Hacker Porn Rom.